Portugalete
- Ein Weg zwischen Ursprung und ZukunftOrduña — Bilbao
Beschreibung
Portugalete ist eine Küstenstadt am linken Ufer der Mündung der Ría von Bilbao, in der Provinz Bizkaia. Gegründet im Jahr 1322, war ihre Geschichte stets mit dem Meer und dem Handel verbunden: Jahrhundertelang diente sie als Eingangshafen nach Bilbao und als Umschlagplatz für den Export kastilischer Wolle.
Ihr bekanntestes Wahrzeichen ist die Vizcaya-Brücke, 1893 eingeweiht und 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Werk von Alberto de Palacio war die erste Schwebefähre der Welt mit Metallkonstruktion: Sie verbindet Portugalete und Getxo mit einem Schwebekorb, der die Mündung überquert, ohne den Schiffsverkehr zu unterbrechen. Von der oberen Fußgängerbrücke, rund 50 Meter über dem Wasser, eröffnet sich ein weiter Blick über das Flussmündungsgebiet und die Biskaya-Bucht.
Die Altstadt, 1996 als Monumentalensemble ausgewiesen, bewahrt das steile Straßennetz ihres mittelalterlichen Ursprungs mit Bauten wie dem Torre Salazar aus dem 14. Jahrhundert und der Basilika Santa María im gotisch-renaissancistischen Stil. Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts, die das gesamte linke Ufer prägte, wird im RIALIA – Museum der Industrie dokumentiert: Seine Sammlungen aus den wichtigsten metallverarbeitenden Betrieben der Region zeichnen die Geschichte des Eisens und der Fertigung in Bizkaia nach.
